Erstattung der Bearbeitungsgebühren bei Sparkasse-Kreditpartner (S-Kreditpartner)

Durch Zufall las ich einen Artikel über ein BGH Urteil, welches die Bearbeitungsgebühren in Konsumkreditverträgen als unzulässig einstufte. Dieses Urteil ist allerdings nur auf Verträge anwendbar, in welchen die Bearbeitungsgebühren in den AGBs / Preisverzeichnis festgeschrieben sind! (z.B. 3% vom Gesamtkredit pro Kreditvertrag, oder 500 EUR pro Kreditvertrag). Bei allen weiteren Verträgen kann man entweder auf Kulanz hoffen, oder muss sich mit einem Anwalt wieder durch die Gerichte durchschlagen.

Die Folge: Es gibt die Möglichkeit, die Bearbeitungsgebühren von der Bank zurückzufordern. Hierzu muss man erst selbst tätig werden (geschenkt bekommt man heutzutage leider nichts mehr).

Quellen:

Ich nahm also den Musterbrief, und füllte entsprechende Felder mit meinen Daten aus. Das ganze fein säuberlich in eine E-Mail gepackt und ab damit zu S-Kreditpartner.
Die Antwort lies lange auf sich warten – erst bei einem telefonischem Nachfragen wurde klar warum: Die Mail war in einem “falschen Ordner” gelandet (wohl der Papierkorb *SCNR*).

Also erhielt ich ein Antwortschreiben, welches etwas unbefriedigend war:

“Das vorliegende Urteil des Bundesgerichtshofs bezieht sich auf eine abweichende formulierte Entgeldklausel und ist auf unser Vertragsverhältnis nicht anwendbar. Im vorliegenden Fall wurde mit Ihnen eine konkrete Abrede über ein separates Entgelt getroffen, das in den vereinbarten monatlichen Ratenzahlungsbetrag eingerechnet und als Bestandteil ausgewiesen worden ist. Uns ist bewusst, dass Ihnen dieses Thema ein besonderes Anliegen ist. Im Interesse einer zeitnahen gütlichen Einigung bieten wir Ihnen daher an, das Bearbeitungsentgeld anteilig in Höhe von XXX,XX Euro zu erstatten”

Okay, die Bank sagt, das Urteil sei auf meinen Vertrag nicht anwendbar, überweist aber trotzdem zur Güte die Hälfte der Bearbeitungsgebühren? WHAT?

Ich rechnete nochmals nach. Mein Bearbeitungsentgelt betrug tatsächlich 3% vom Gesamtkreditbetrag. Da zum Vertragsabschluss leider kein Preis-Leistungsverzeichnis mitgeliefert wurde, forderte ich bei meiner Kredit-Bank das zum Vertragsabschluss gültige Preis-Leistungsverzeichnis an. Siehe da, 3% Bearbeitungsgebühren. Ein Blick in die AGBs verrät im Punkt “Entgelte”:

Gebühren entnehmen Sie bitte dem Preis-/Leistungsverzeichnis

welches somit Bestandteil der AGB ist!

Genau darauf bezieht sich das BGH Urteil.

Ergo habe ich dem “Angebot” widersprochen, mit der Begründung, dass im Preis-Leistungsverzeichnis die Bearbeitungsgebühren mit 3% ausgewiesen sind, welche Bestandteil der AGBs sind, und daher das BGH Urteil sehr wohl auf meinen Vertrag vollumfänglich anwendbar sei.

Das schreiben der Bank hierzu läuft wie Öl die Kehle herunter:

“wir kommen zurück auf Ihr Antwortschreiben vom XX.XX.XXXX und bedauern, dass Sie unserem Vorschlag auf gütliche Einigung nicht näher treten wollen. Im Hinblick auf eine nachhaltige Kundenbeziehung werden wir Ihnen daher den verbleibenden Differenzbetrag von XXX,XX Euro zeitnah auf Ihr Konto überweisen”

Na also… warum nicht gleich so?

*SCNR* Der pöse Herr Kinader will einer gütliche Einigung nicht näher treten? Dann überweisen wir ihm eben die gesamten Bearbeitungsgebühren.

Die Bank hat auch meinen Satz:

“Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshof ist davon auszugehen, dass Banken 5 Prozentpunkte über dem jeweiligen Basiszinssatz erwirtschaften und dementsprechend herauszugeben haben (Urteil vom 12.05.1998, Aktenzeichen: XI ZR 79/97, Urteil vom 07.06.2011, Aktenzeichen: XI ZR 212/10 m. w. N.).”

vollkommen ignoriert. Normalerweise würde ich darauf jetzt verzichten, da ich es schon geschafft habe, meine gesamten Bearbeitungsgebühren zurückzufordern (ohne Anwalt!). Allerdings war ich mit der Bearbeitung absolut unzufrieden. E-Mails verschlampen. An der Telefonhotline angepampt werden ala “schicken Sie einen Brief, mit Stift und Zettel – keine E-Mail!” habe ich auch noch meine Zinsen angefordert. Wieder via Mail mit meinem Argument, dass die Bearbeitung auch besser hätte laufen können, und ich nach dem Rechtsspruch ein Recht auf das Geld habe – nicht weil die Bank kulant ist.

Siehe da, heute kam der Brief von der Bank, dass mir die ausstehende Nutzung überwiesen wird. Immerhin knappe 60 EUR. Aber auch hier wieder der lapidare Satz:

“uns ist bewusst, dass Ihnen dieses Thema ein besonderes Anliegen ist. Im Interesse einer gütlichen Einigung werden wir Ihnen daher die Zinsen in Höhe von XXXX EUR überweisen”

Fazit:

Anstatt zu sagen: “Sorry, wir sind im Unrecht” wird hier nur nach Ausreden gesucht. Lasst euch also nicht von irgendwelchen Schreiben und “gütlichen Einigungen” ablenken. Prüft eure Lage und fordert euer Recht ein. Hartnäckigkeit wird belohnt. Ihr verschenkt bares Geld!

Ich habe mein Ziel erreicht – Bearbeitungsgebühren + Zinsen komplett erstattet bekommen.

  • Erste E-Mail: 24.06.2014
  • Volle Erstattung: 21.08.2014

 

/.MobileBackup benötigt massiv Speicherplatz unter MacOSX

Mein Macbook Pro meldete mir, dass ich keinen Speicherplatz mehr habe. Auf meiner Partition mit 135 GB freien Speicher (auf den restlichen ca. 90GB lagert ein Windows), waren noch 10 GB frei. Nachdem ich allerdings kaum Apps o.ä. installiert hatte, ging ich mit OmnidiskSweeper auf die Suche. OminidiskSweeper war der festen Überzeugung, dass sich mein Datenschrott nur auf ca. 80GB addiert – nur wo sind die restlichen 55 GB?

 

Antwort lieferte nur ein manuelles kramen. Im Wurzelverzeichnis gibt es einen versteckten Ordner /.MobileBackup mit meinen fehlenden 55GB gefüllt.

Eine kurze Erklärung gibt es hier: http://arstechnica.com/apple/2011/07/mac-os-x-10-7/18/

 

Da ich meine Backups nicht doppelt auf der lokalen Platte und auf einer externen Festplatte benötige, sondern nur die Festplatte nutze, habe ich die lokale Sicherung abgeschalten mittels folgenden Terminal Befehlen:

sudo tmutil disablelocal

Wer es wieder nutzen möchte:

sudo tmutil enablelocal

PS.: Einen Knopf in den Systemeinstellungen/TimeMachine um dies zu tun, gibt es nicht!

und schon habe ich wieder meine 70 freien GB. Die Idee ist klasse, aber in Hinblick auf die kleinen SSD Platten (256GB) ist so etwas murks! Apple… you are doin it wrong!

How to do it better: TimeMachine täglich lokal ablegen, und beim Anschließen der Festplatte einen Sync und die lokalen Backups löschen.

Wieder zurück in die amerikanische iCloud

Die Versuchung war groß und das Ergebnis hatte mir im Endeffekt ganz gut gefallen:

Vorgeschichte 1
Vorgeschichte 2
Vorgeschichte 3

  • Mails landen bei meinem Hoster: all-inkl.
  • Kontakte und Kalender wird mit owncloud synchronisiert.
  • Dateien werden auf owncloud als Alternative zu Dropbox synchronisiert

Vor ein paar Wochen gab es jedoch einen PHP Fehler in Owncloud der dazu führte, dass alle Kontakte und Kalendereinträge verschwunden sind und natürlich prompt auf alle Geräte synchronisiert wurde. Sehr ärgerlich! Aber der Vollzeitnerd hat ja tägliche Backups. Nichtsdestotrotz habe ich keine Lust das öfters zurückspielen zu müssen. Es muss reibungslos und zuverlässig funktionieren.

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Trennung von Übersee Diensten Teil 2: Abschied von Googlemail

Teil 2 des großen Umzugs (Gründe siehe: HIER). Seit Tagen bin ich dabei, mich von Googlemail  zu verabschieden, und die verschiedenen Seiten/Communities/Newslettern/etc. auf neue Mail Adressen umzuziehen. Erst bei einem aktiven Mail-Umzug wird mir bewusst, wo überall meine Mailadressen eingetragen sind. Die Tragweite ist auf jedenfall gigantisch. In diesem Artikel werde ich mein altes Setup, das neue Setup und meinen Migrationsweg beschreiben. Auch ein kurzes Fazit mit Einbußen ist vorhanden ;-)

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Trennung von Übersee Diensten Teil 1: Daten-Cloud “ByeBye Dropbox – Hi Owncloud 6.0.0a”

Wie in diesem Artikel (klick) bereits angedeutet, möchte ich etwas mehr Kontrolle über meine Daten erlangen, sprich auf welchen Servern diese Daten liegen und wer darauf ohne mein Wissen Zugriff haben könnte. Beginnen werde ich, Dropbox lebewohl zu sagen, und mit Owncloud meine eigene Cloud in einem deutschen Rechenzentrum aufzubauen.

In diesem Teil geht es explizit um Daten wie Fotos, Filme, Musik, Textdokumente etc.

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Das iPhone 5S, das Zubehör und seine Macken

Wer meinen letzten Beitrag gelesen hat, kennt meine Handy Historie. Genau aufgepasst? Ja, ich hatte schon einmal ein iPhone 3G/3Gs.

Machen wir einen kurzen Rückblick. Ich hatte mir damals im Complete L Vertrag der Telekom ein weißes iPhone 3G gekauft. Nach einigen Monaten gab es einen Riss im weißen Cover zwischen Mute Schalter und Displayrahmen. Dies war wohl ein Herstellungsfehler, der mehrere iPhone Nutzer traf. Ich bekam also ein Refurbished Gerät. Nach weiteren paar Monaten das gleiche Spiel. Auch hier bekam ich wieder ein refurbished Gerät. Wer hätte es gedacht? Das gleiche Problem trat nunmehr auch beim 2. Refurbished Gerät (somit mein 3. iPhone 3G) auf. Als Austausch konnte man mir aber kein 3G mehr anbieten. Apple schickte mir daher ein iPhone 3Gs zu. Klasse Service!
Wie hätte es aber anders sein können? Auch hier wieder nach ein paar Monaten ein Riss. Diesmal aber nicht am Mute Knopf, sondern an Ladeconnector. Auch hier gab es ein Refurbished Austauschgerät. Dieses vertickerte ich aber dann in eBay, und ging auf die Android Seite.

Nach einigen Mobiltelefonen und verschiedenen Betriebssystemen (Maemo, Android), packte es mich dann doch wieder. Ein iPhone 5S sollte es werden. Da ich beabsichtige, dieses Handy min. 2 Jahre zu nutzen, nahm ich die 32 GB Variante für satte 800 EUR. Ab hier möchte ich über mein Wiedersehen mit Apple berichten. Primär geht es um:

  • Originales Apple Schutzcover und dessen Verarbeitung
  • Wackelnde Knöpfe bzw. klappern von verbauten Teilen
  • Neuartiges Klick-Geräusch des TouchID Buttons

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