Philips OneBlade QP6520/30 – ein Kauf wert?

Philips OneBlade QP6520/30 – lohnt sich die neue Produktreihe – diese neue bahnbrechende Technik an Rasierer? Hält er, was in der Werbung versprochen wird? Das habe ich mich auch gefragt, ihn gestern bestellt und heute ausprobiert.

Drumherum

Philips hat eine riesige Werbekampagne für ihre neue Rasierer/Trimmer-Reihe gestartet, Unmengen an Vlogern (YT), Blogger, und anderen Plattformnutzern wurden wohlwollend Testgeräte zur Verfügung gestellt. Entsprechend Positiv sind viele Kommentare und Rezensionen ausgefallen. Ich konnte gefühlt noch keine kritische Rezension finden, ob sich das Gerät jetzt lohnt oder nicht.

Zudem bin ich der Alptraum eines jede Elektro-Rasierer-Verkäufers. Ich habe hartes, dickes, schnellwachsendes mit Wirbeln gespicktes Barthaar. Normale Elektrorasierer haben beim Anblick dieses Monstrums schon aufgegeben.

Bestellung, Verpackung

Schwierige Entscheidung – welcher Rasierer darf es denn jetzt sein? Der OneBlade wird in verschiedenen Varianten angeboten – „Normal“ und „Pro“ ist die erste Trennung – darunter gibt es noch mehr unterschiedliche Varianten. Philips bietet hierfür eine Vergleichsseite an, die aber teilweise auch nicht die kompletten Unterschiede aufzeigt, sondern nur die wichtigsten Merkmale.

Link zur Vergleichsseite der OneBlade Produkte von Philips

Zum Beispiel sind mit diesem Vergleichstool keine Unterschiede zwischen:

  • QP6520/30 und QP6520/20
  • QP2531/21 und QP2530/30

zu erkennen. Preis, Ausstattung etc. alles identisch.

Bei der Bestellung dann die Qual der Wahl – Amazon PrimeNow und heute noch bekommen, oder 15€ Neukundenrabatt und bei Otto bestellen? Habe mich dann für „Sofort“ entschieden, da ich gerade einen guten 6 Tage-Bart angehäuft habe und keine Lust hatte 3-4 Tage zu warten.

Angekommen ist der Rasierer in erfreulich umweltfreundlicher Verpackung – Kaum Plastik, hauptsächlich Karton.

Mit Dabei:

  • Rasierbody
  • Scherkopf
  • Präzesionstrimmer mit 14 Stufen von 0,4mm – 10mm
  • Ladestation
  • Ladegerät
  • Reisetasche

Warum das Modell Philips OneBlade QP6520/30?

Im Endeffekt stehen folgende Modelle zur Auswahl:

 

  • QP2520/20
    Unterschied zu anderen:
    – nur 1, 3 oder 5 mm Kammaufsatz
    – NiMH Akku (45 Minuten Rasierzeit, 8 Stunden Ladezeit)
  • QP2520/30
    Unterschied zu anderen:
    – Identisch zu QP2520/20, hat einen zusätzlichen Austauschkopf an Bord
  • QP2530/20
    Unterschied zu anderen:
    – 1, 2, 3 oder 5 mm Trimmeraufsatz
    – Li-Ion Akku (60 Minuten Rasierzeit, 4 Stunden Ladezeit)
  • QP2530/30
    Unterschied zu anderen:
    – Identisch zu QP2530/20, hat einen zusätzlichen Austauschkopf an Bord
  • QP2531/21
    Unterschied zu anderen:
    – Kein Unterschied zu QP2530/20 – QP2530/30 feststellbar.

  • QP6510/20
    Unterschied zu anderen:
    – Li-Ion Akku (60 Minuten Rasierzeit, 60 Minuten Ladezeit)
    – Präzisions-Trimmeraufsatz verfügt über 12 Längeneinstellungen (0,5 bis 9 mm)
  • QP6510/30
    Unterschied zu anderen:
    Kein Unterschied zu QP6510/20 feststellbar
  • QP6520/20
    Unterschied zu anderen:
    – Li-Ion Akku (90 Minuten Rasierzeit, 60 Minuten Ladezeit)
    – Präzisions-Trimmeraufsatz verfügt über 14 Längeneinstellungen (0,4 bis 10mm)
    – Reisetasche
    – LED-Digitalanzeige zeigt Status des Akkus und der Reisesicherung an
    – Ladestation
  • QP6520/30
    Unterschied zu anderen:
    – Kein Unterschied zu QP6520/20 erkennbar

Eigentlich war es ein purer Luxuskauf. Wenn ich rasieren will, will ich nicht lange warten. Und auch die Möglichkeit, auf 14 verschiedene Längen zu trimmen, hat mich angesprochen. Vom Design hätte ich eher nur „Nonpro“ Variante gegriffen (ich liebe dieses Neongrün).

Vorher / Nacher

Ich mache es Kurz und Schmerzlos.

Vorher

Nacher

Resultat der Arbeit:

Schnittvideo wie es in der Werbung gezeigt wird:

Ergebnis:

Ich bin positiv überrascht, aber nicht vollends überzeugt.

Positiv:

  • Er leistet wirklich hervorragende Arbeit und kommt durch den Bart ohne Probleme (kein Rupfen)
  • Die Trocken-Rasur war in 5 Minuten erledigt – schneller als mit Nassrasur bei dieser Länge
  • Ohne Trim-Aufsatz bekommt man ein akzeptables Ergebnis (eine Nassrasur wird es trotzdem nicht ersetzen)
  • Liegt gut in der Hand, keine Schneidemöglichkeit in die Haut
  • Man kann dank des Kopfes in beide Richtungen rasieren (Ziehen, Schieben)

Negativ:

  • Je nach „Schneiderichtung“ fliegen die Barthaare auch im ganzen Bad herum und ein Badputz danach gehört quasi zum Rasier-Programm
  • Ein Kopf kostet 15 Euro, bei 2 Rasuren pro Woche soll ein Kopf 4 Monate halten, nicht gut, aber auch nicht schlecht – trotzdem mit einem „Gschmäckle“
  • Wie in den Videos zu sehen dass er einmal glatt durch den Bart geht, funktioniert natürlich nicht! Ich musste schon öfters drüber
  • Obwohl Wasserdicht, ist ziemlich viel Wasser in der Ladebuchse, da sich dort auch Barthaare versammelt hatten – habe irgendwie Bauchschmerzen, den Rasierer einfach zurück in die Ladestation zu hängen.

Last but not least: Ich habe kein Testgerät von Philip erhalten sondern es selbst bezahlt und gekauft. Daher bin ich frei von irgendwelchen Positiv-Zwängen.

Zukünftig wird die grobe Arbeit von meinem neuen Philips OneBlade QP6520/30 geleistet. Den „Babyschliff“ gibt es danach mit meinem Philips SensoTouch 3D 1250

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1 Kommentar

  1. Hei,

    das du das mit Geld aus deiner eigenen Tasche bezahlst ist wirklich lobenswert und unterstützt die Authentizität deines Tests plus gemachte Bilder und youtube Video 😉
    Ich hatte bisher nur meinen alten verlässlichen Philips SensoTouch 3D und hatte mir überlegt ob ich nicht eines dieser neuen Modelle zulegen sollte. Ich habe selbst sehr dichten Bartwuchs, aber das mit dem Grob- und Feinschliff? Gute Idee, ich denke das werde ich so in die Praxis übernehmen. Danke für den Artikel, gute Arbeit. Daumen hoch.

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