Warum eigentlich Apple?

Ja, warum eigentlich Apple? Wer mich kennt weiß, dass ich ein aufgewachsener Linux-Jünger bin. Der OpenSource liebt und eigentlich lebt. Gelernt in einem Systemhaus, welches ganze mittelständige Unternehmen komplett vom Client (Laptop oder Workstation), bis hin zur AD-Alternative, Backup, Server Based Computing und Telefonanlage ausschließlich mit einer eigenen Distribution betreiben kann und somit Windows komplett obsolet machte – sofern es keine seltenen Fachanwendungen gab – ja, warum dann eigentlich Apple?

Natürlich habe ich viel mit Linux gearbeitet. Verschiedenste Distributionen auf Server, Clients, sogar Handys (Nokia N900) betrieben und genutzt. Für das WeTab habe ich damals sogar eine eigene Distribution auf Basis von Ubuntu erschaffen und war auch Maintainer davon. Auch Android hatte einige Zeit Einzug in meine Gerätelandschaft gehalten. In der Arbeit nutzte ich ebenfalls ausschließlich Linux. Vom VoIP Telefon, über meine Clients bis hin zu Servern. Eigentlich ein leidenschaftlicher Linux-Mensch. 

Ich nutzte verschiedene Cloudtechnologien, Webserver, Mailserver und Groupware-Lösungen um mein digitales Dasein zu optimieren. Leider habe ich es aber nie wirklich geschafft, alle meine Bedürfnisse (Notizen, Kontakte, Mails, Lesezeichen, Backups, Musik, Kalender, Todo-Listen, SMS-Nachrichten, (Office-) Dateien, PDFs, Passwörter) über alle Geräte gleichzeitig synchron zu halten. Und wenn ich es doch mal geschafft hatte, war dies ein enormer Aufwand, mit viel Verbiegen von Software, Workarounds und verknüpfen verschiedener Software und Hardware. Jedes Update trieb mir die Schweißperlen auf die Stirn, ob mein Setup danach noch so funktionierte, wie es bisher funktionierte. Aber nicht-Updaten ist auch keine Lösung. Jedesmal wenn ich ein Stück meiner doch sehr fragilen Infrastruktur nur schief anschaute, ging irgendetwas schief, oder war danach nicht mehr so nutzbar, wie ich mir das vorstellte. Jede neue Technik-Errungenschaft musste gut durchdacht sein, und endete am Ende doch wieder in widerliche frickeleien. Oder ein simpler Austausch des Smartphones kostete mich Stunden, um dieses an meine technische Infrastruktur anzubinden, Daten zu migrieren, etc. Damit sollte endlich Schluss sein!

Apple hat diesen Trend früh genug erkannt. Mit der iCloud Lösung habe ich direkt eine Synchronisationslösung für:

  • Notizen
  • Kontakte
  • Mails
  • Lesezeichen
  • Musik
  • Kalender
  • Todo-Listen
  • SMS-Nachrichten
  • (Office-) Dateien
  • PDFs
  • Passwörter
  • Einstellungen (wie z.B. bekannte Wifi-Geräte)

Also eigentlich alles, was mein techniker Herz begehrt. Das geilste? Es funktioniert einfach! Ohne dass ich Hand anlegen muss. Out of the box. Ich bin immer wieder begeistert, was Apple in ihrer Ökolandschaft so anbietet. Ich kann offene Safari-, oder Mailsessions vom Macbook direkt aufs Smartphone transportieren und zurück – der sogenannte Handsoff Modus. 

Neue Geräte? Kein Problem! Verschlüsseltes iTunes Backup, neues iPhone anschließen, Backup einspielen. Fertig! Exakt gleiche Inhalte – nur andere Hardware.

Ein neues Apple Gadget? Kein Problem – einfach ein anderes Apple-Gerät in die Nähe bringen, und es überträgt automatisch alle wichtigen Einstellungen, wie den iCloud Account, Wifi-Logins, usw. 

Kalendersharing? Intuitiv möglich! Mit granularer Rechteverteilung. Mega!

Was man wissen muss: Apple spielt seine vollen Vorteile erst aus, wenn man mindestens 2 Geräte von dem Hersteller besitzt. Umso mehr, desto besser. Ich habe den ganzen Haushalt auf Apple umgestellt. Die Frau besitzt ein Macbook Pro und ein iPhone. Meine Geräteliste ist da schon deutlich länger:

  • iPhone
  • Macbook
  • AppleTV
  • AirPods
  • AppleWatch

Was vielen klar sein muss. Apple ist kein billiger Spaß. Eine Hipstermarke? Mag sein! Aber technisch ist Apple hier weit voraus, was einheitliche Synchronisation, Nutzung und Usability im Apple-Ökosystem angeht. Und dafür bin ich bereit, viel Geld zu bezahlen. Denn das Geld, was ich mir mit Linux und billiger Hardware spare, verliere ich wieder in Zeit für Konfiguration der Software und deren Schnittstellen. Es hält sich meines Erachtens gut die Waage. Ich bin durchaus eingeschränkter und kann nur das Nutzen, was Apple mir freigibt – aber es reicht dicke! 

Warum allerdings Microsoft diesen Trend verschläft, will mir nicht in den Kopf. Der größte Technologiekonzern der Welt schafft es einfach nicht! Das Windows Phone war ein schlechter Witz. Hier müsste Microsoft endlich mal anpacken und Gas geben! 

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